Unsere Zahl des Monats 11/2018: Exportvolumen nach Afrika – Chinas Dominanz

Im August dieses Jahres besuchte die Bundeskanzlerin Angela Merkel nebst Wirtschaftsdelegation Senegal, Ghana und Nigeria mit dem Ziel, die Partnerschaften mit Westafrika auszubauen. Nahezu zeitgleich besuchte auch die britische Premierministerin Theresa May den afrikanischen Kontinent. Im November folgte dann der China-Afrika-Gipfel in Peking, den 50 der rund 55 Staatschefs Afrikas besuchten.

Plötzlich will jeder nach Afrika gehen, die Märkte des Kontinents für die eigene Wirtschaft erobern, Entwicklungshilfe leisten oder den Migrationsfluss verlangsamen. Das Interesse Deutschlands kommt jedoch zu spät und ist zu gering, da China sich sehr früh und mit nachhaltiger Konsequenz in Afrika engagiert hat. Mit fast dem 4-Fachen an Exportvolumen ist die Dominanz Chinas auf dem afrikanischen Kontinent nahezu uneinholbar. Erschwerend kommt hinzu, dass China nahezu in allen Ländern Afrikas einen Fußabdruck hinterlassen hat, während Deutschland sich vornehmlich auf Südafrika und die Maghrebländer konzentriert.

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Die Ausfuhren Chinas nach Afrika steigen kontinuierlich und dynamisch. Zwar ist auch das Exportvolumen Chinas mit Afrika zu den anderen Weltregionen wie Europa, Asien oder Amerika mit 4,6 % relativ gering, aber auch anteilig nimmt Afrika immer mehr Platz in der Exportstruktur Chinas ein.

Andererseits zeigt die güterspezifische Exportstruktur, dass der Handel Deutschlands und Chinas zumindest in Teilen komplementär zueinander verlaufen. Viele Gütergruppen, die Deutschland schwerpunktmäßig in Afrika anbietet, gehören nicht primär in Chinas Exportportfolio.

Näheres über die Exportbeziehung Deutschlands mit dem afrikanischen Kontinent kann der Kurzmitteilung 2018/03 entnommen werden.

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