Unsere Zahl des Monats 04/2018: Regionale Verteilung der Betriebe mit Schweinehaltung und der Schweinebestände

Politik und Wirtschaft stellen sich darauf ein, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) Deutschland erreichen wird. Die Seuche rückt von Osteuropa immer weiter Richtung Deutschland vor – Anfang 2018 wurde sie ca. 300 km von der deutschen Grenze entfernt nachgewiesen.

Im Falle eines Ausbruchs werden auch fatale Folgen für die Tierhalter und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche erwartet. Je nach Region würde sich ein Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in Deutschland unterschiedlich stark auf die Entwicklung der Anzahl der Betriebe auswirken. Daher stellt sich die Frage: Wo in Deutschland befinden sich besonders viele Betriebe mit Schweinehaltung? Und wo eine hohe Zahl an Schweinen?

{{image::files/motive/Zahl_des_Monats/April/Zahl_des_M_Apr18.png?mode=proportional[&]rel=}}

Gemäß der Viehbestandserhebung des Statistischen Bundesamtes (Stand: November 2017) ist ein Großteil der insgesamt 23 500 Betriebe Deutschlands in Nordrhein-Westfalen anzutreffen (31 % der Betriebe), gefolgt von Niedersachsen (25 %) und Bayern (22 %). Vergleichsweise wenige Betriebe (je rund 200) bestehen in den neuen Bundesländern. Dort sind die Tierbestände je Betrieb jedoch vergleichsweise hoch (3 800 Thüringen bzw. rund 6 000 in Sachsen-Anhalt; Bundesdurchschnitt: 1 170 Tiere pro Betrieb).

Das Bundesland, in dem die meisten Schweine gehalten werden, ist Niedersachsen (8,7 Mio. Schweine; 32 %) – auch in NRW und Bayern ist die Zahl hoch (7,3 Mio. (26 %), bzw. 3,3 Mio. Tiere (12 %)) (Deutschland: 27,6 Mio. Tiere). Vergleichsweise wenige Schweine sind in Rheinland-Pfalz anzutreffen (0,17 Mio.).

Weitere Zahlen des Monats finden Sie hier.

Quelle: Statistisches Bundesamt 2018: Land- Forstwirtschaft, Fischerei – Viehbestand. Fachserie 3, Reihe 4.1; Tab. 2.2.1, 20. Februar 2018.

Neue Themenreports, aktuelle Entwicklungen oder laufende Projekte – hier erfahren Sie es aus erster Hand