Mönnig, A.
(2016)

Die Chemieindustrie – im Seitwärtstrend gefangen

Die Chemieindustrie stellt Güter her, die in nahezu allen Produkten Verwendung finden – in der Regel in Form von Vorleistungsgütern, die in nachgelagerte Produktionsprozesse eingehen. Durch ihre hohe Abhängigkeit vom Erdöl ist sie zudem sehr preisvolatil. Nachfrage- und Preiseffekte wirken sich beide schnell und intensiv aus und können zu gegenläufigen Effekten führen. Dies ist ein Grund für die seit 2012 andauernde Stagnationsphase der Branche.

Schwerpunkt dieser Ausgabe bildet die Frage der anhaltenden Seitwärtsbewegung der chemischen Umsatzentwicklung. Dabei werden die Mengen- und Preiseffekte getrennt voneinander betrachtet. Darüber hinaus finden sich die aktuellen Umsatzentwicklungen sowie ein Update der Produktions- und Beschäftigtenprognose für 2016 und 2017 in dem Themenreport. Auch die Kostenstruktur der Chemieindustrie sowie ihre Investitionstätigkeit werden im Detail betrachtet. Mittels einer statischen Input-Output-Analyse werden zudem die kontextuellen Verbindungen der chemischen Industrie zu anderen Branchen aufgezeigt.

Auszug aus dem Inhalt „Die erste Seite“

Die Erzeugerpreise für chemische Erzeugnisse sind im Jahr 2015 um 3,4 % gefallen – ein Rückgang, der nur mit dem im Jahr 2009 vergleichbar ist. Während damals die Nachfrageschwäche ursächlich war, ist es heute der starke Ölpreisverfall.

Marktplatz

  • Die Chemieindustrie stagniert seit 2012, was auf jeweils zeitversetzt gegenläufig verlaufende Mengen- und Preiseffekte zurückzuführen ist.
  • Der starke Wettbewerbsdruck hat zu einer sehr konzentrierten Branche mit vergleichsweise hohen Markteintrittsbarrieren geführt.
  • Der Einkauf von Rohstoffen und Strom dominiert die Kostenseite. Hinzu kommt ein fortwährend hoher Bedarf an Forschung und Entwicklung sowie Aufwendungen für Entsorgungsleistungen.
  • Die Renditeaussichten der Branche sind schwach. Zuletzt wurden sie auf -0,9 % beziffert.
  • Bis 2017 wird die Chemieindustrie ihren Umsatz leicht steigern können. Sie wird von der anziehenden Weltkonjunktur und der vermehrten Nachfrage wichtiger Abnehmerindustrien im In- und Ausland profitieren. Vor allem kommt ihr der steigende Erdölpreis und die sich dadurch stabilisierenden Erzeugerpreise für chemische Erzeugnisse zugute. Dennoch wird die Beschäftigung weiter abgebaut.

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kostenpflichtig
Inhalt
  • Impressum
  • Der Themenreport im Überblick
  • Die erste Seite
  • Überblick
  • Kenngrößen im Detail
  • Kostenstruktur
  • Branchenstruktur und Investitionstätigkeit
  • Die Chemieindustrie im Kontext
  • Referenzen
  • Weitere Themenreports
Autor(en)
Mönnig, A.
Themenfelder
Konjunktur, Branchen und Außenhandel
Jahr der Veröffentlichung
2016
Artikelnummer
tr-20160100-001

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