Unsere Zahl des Monats 11/2019: Der Bau – die Stütze der deutschen Wirtschaft

Entwicklung der Genehmigungen, Fertigstellungen und des kumulierten Bauüberhangs des Wohnungsneu- und -bestandsbaus

Allen Krisenmeldungen zum Trotz boomt das Baugewerbe in Deutschland nach wie vor und ist bis an seine Grenzen ausgelastet. Durch die Zuwanderung, die guten wirtschaftlichen Voraussetzungen (positive Beschäftigungs- und Verdienstentwicklung, dadurch gestiegene private Konsumausgaben, niedrige Zinsen) und der Wunsch nach (Immobilien-)Wertanlagen halten Bau- und Ausbauvorhaben nach wie vor an. Das kommende Klimaschutzgesetz der Bundesregierung wird im Zusammenhang mit der Steigerung der Energieeffizienz für weitere Anreize sorgen – bspw. durch den Austausch von Heizanlagen oder dessen Optimierung, wofür speziell das Ausbaugewerbe zuständig ist. Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung prognostiziert noch bis mindestens 2024 einen Anstieg der Bevölkerung. Die Voraussetzungen für eine rege Baunachfrage sind damit auch in Zukunft sehr gut.

Das positive Bild wird lediglich durch die vorherrschenden Kapazitätsengpässe der Baufirmen geschmälert, wodurch Bauvorhaben nicht schnell genug abgearbeitet werden können.

 

Seit Jahren übertreffen die Baugenehmigungen die Baufertigstellungen. Die Abbildung macht dies für den Neubau von Wohnungen bzw. Bestandsmaßnahmen in Wohnungen deutlich. Die genehmigten, aber noch nicht abgearbeiteten Bauvorhaben zeigen sich im Bauüberhang, der stetig weiter wächst und den Baufirmen auch in den kommenden Zeiten noch genug Arbeit garantiert. 2018 lag er bei knapp 700 000 Wohnungen und ist um 6 % gewachsen. Auch im aktuellen Jahr (2019) gehen Prognosen davon aus, dass zu wenige Bauvorhaben abgeschlossen werden können (alleine diesjährige Baugenehmigungen betreffend), sodass der Bauüberhang voraussichtlich auch in Zukunft weiter wachsen wird – wenn auch weniger dynamisch als im Vorjahr.

Weitere Beiträge der Serie „Zahl des Monats“ finden Sie hier.

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