Wasserstoffbasierte Transformation und die Auswirkungen auf den Importbedarf Deutschlands

Der Energiesektor in Deutschland basiert aktuell zu einem erheblichen Anteil auf fossilen Energieträgern. Um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen, stehen erhebliche Umstrukturierungen an, wozu insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien gehört. Die konkrete Ausgestaltung der grünen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Sicher ist allerdings, dass der zukünftige Energiemix – gemäß Stand heute – in Deutschland strombasiert sein wird und, dass das Ende des fossilen Energiezeitalters näher rückt.

Strom aus erneuerbaren Energien, grüner Wasserstoff und grüne Power-to-XTechnologien werden fossile Energierohstoffe ersetzen. Das soeben erschienene BIBB-Diskussionspapier "Wasserstoffbasierte Transformation und die Auswirkungen auf den Importbedarf Deutschlands" greift diese Entwicklungen auf und betrachtet explizit die zukünftigen Importbedarfe, die sich für Deutschland aus dem Hochlauf grünen Wasserstoffs im Inland ergeben. Dazu werden insgesamt zehn Studien ausgewertet, die anhand verschiedener Szenarien die künftigen Energiebedarfe Deutschlands aufzeigen. 

Im Ergebnis zeigt sich, dass das neu definierte Ziel der Nationalen Wasserstoffstrategie in Höhe von zehn Gigawatt Elektrolysekapazität in 2030, den zukünftigen Bedarf an grünem Wasserstoff nicht wird decken können. Die starke Importabhängigkeit Deutschlands bei Energieträgern wird damit ebenso in einem dekarbonisierten Energiesystem bestehen bleiben – auch wenn die Importquote deutlich kleiner ist als bei fossilen Energieträgern.

Weitere Informationen zu dem Projekt "Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) finden Sie hier.

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