Unsere Zahl des Monats zu Silvester 2017: Silvester wird immer teurer!

Vor dem Hintergrund steigender Verbraucherpreise für Fisch, Käse und Sekt dürfte der Silvesterabend 2017 in Deutschland – auch unabhängig von den Ausgaben für Feuerwerkskörper – einen neuen Rekordwert erreichen. Das Preisniveau für Fisch ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und erreicht nach einem Anstieg von 4,8 % innerhalb des zu Ende gehenden Jahres einen neuen Höchststand. Der Preisindex für einen Silvesterkarpfen oder ‑lachs ist damit aktuell fast doppelt so hoch wie noch im Jahr 2000 (129 Indexpunkte 2017 gegenüber 67 zur Jahrtausendwende). Der Preisanstieg bei Hartkäse, der z. B. für Raclette, Käsefondue u. ä. zum Einsatz kommt, fällt kurzfristig mit 8,3 % gegenüber dem Vorjahr sogar noch höher aus als bei Fisch, ist im langjährigen Vergleich aber stärkeren Schwankungen unterworfen. Nach leichten Preisrückgängen in den Jahren 2015 und 2016 erreicht aber auch der Verbraucherpreis für Hartkäsesorten zu Silvester 2017 ein Allzeithoch. Nahezu konstant bleiben dagegen die Preise für Sekt, Prosecco und Champagner; hier ist bei einem Plus von 0,6 % nur ein marginaler Zuwachs im Vorjahresvergleich zu verzeichnen.

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Ob diese Preisentwicklungen tatsächlich zu Änderungen des Kaufverhaltens führen, ist angesichts der positiven Konsumstimmung im Lande eher unwahrscheinlich. Möglicherweise nehmen einige diese jedoch zum Anlass, weniger Fisch zu essen und stattdessen lieber ein Gläschen mehr zu trinken.

Durchaus zu erwägen wäre es dagegen, auf die Tradition des Bleigießens zu verzichten. Mit einem drastischen Anstieg von nahezu einem Viertel (+23 % gegenüber dem Vorjahr) erreicht der Erzeugerpreisindex für Blei nicht nur einen neuen Höchststand, der heutige Preis entspricht auch nahezu dem Zweieinhalbfachen des Preisniveaus aus dem Jahr 2000. So ist das Bleigießen nicht nur unter ökologischen, sondern auch unter ökonomischen Gesichtspunkten eher nicht zu empfehlen.

Quellen: Stat. Bundesamt, Fachserie (FS) 17, Reihe 7: Verbraucherpreisindizes und FS 17, Reihe 2: Indizes der Erzeugerpreise, beide Nov. 2017, ersch. 13.12.17

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