Unsere Zahl des Monats 11/2017: Regionale Verteilung der Branche „Information und Kommunikation“ 2016

Der Übergang zu einer Wirtschaft 4.0, welche die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, führt zu spürbaren Veränderungen der Arbeitswelt. Studien des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg, des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn und der GWS haben gezeigt, dass sich viele Erwerbstätige im Hinblick auf ihren Beruf und die Branche, in der sie arbeiten, neu orientieren müssen. Immerhin werden 1,5 Mio. Arbeitsplätze verschwinden und eine fast ebenso hohe Zahl an neuen Arbeitsplätzen hinzukommen.

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Der Übergang führt aber nicht nur zu einem Wechsel zwischen Berufen und Branchen. Die Branche Information und Kommunikation ist die Branche, welche besonders viele neue Arbeitsplätze gewinnen wird[1]. Allerdings ist sie regional sehr ungleich verteilt. Die Karte zeigt den Anteil dieser Branche an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem Kreis bzw. einer kreisfreien Stadt für das Jahr 2016 auf Basis der Daten der Bundesagentur für Arbeit. Während viele kreisfreie Städte und die Stadtstaaten heute schon hohe Anteile dieser Branche aufweisen, sind in Landkreisen eher geringe Anteile festzustellen. Eine Ausnahme ist der Rhein-Neckar-Kreis, der das DAX-Unternehmen SAP beherbergt.

Der Übergang in eine Wirtschaft 4.0 hat damit auch das Potenzial, auf die regionale Verteilung von Arbeitsplätze zu wirken. Wenn sich an der regionalen Ausrichtung der Branche auf Städte nichts ändert, werden neue Arbeitsplätze der Branche Information und Kommunikation auch vor allem dort entstehen.

Weitere Zahlen des Monats finden Sie hier.



[1] Wolter, M. I., Mönnig, A., Hummel, M., Weber, E., Zika, G., Helmrich, R., Maier, T. [&] Neuber-Pohl, C. (2016): Wirtschaft 4.0 und die Folgen für Arbeitsmarkt und Ökonomie. Szenario-Rechnungen im Rahmen der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen. IAB-Forschungsbericht, 13/2016, Nürnberg.

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