Unsere Zahl des Monats 10/16: „Brücken bauen“ – Das Baugewerbe im 26. Jahr der Deutschen Einheit

„Brücken bauen“ – unter diesem Motto wird in Dresden am 3. Oktober das 26. Mal der Tag der Deutschen Einheit gefeiert – ein Grund die Entwicklung des Baugewerbes im Zeitraffer zu betrachten.

Die obere Abbildung zeigt für das Baugewerbe die Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigen als Abweichung zum gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt in Deutschland. 1991 lagen die ostdeutschen Bundesländer noch alle deutlich und mit Abstand unter dem Deutschlanddurchschnitt. Einzig Berlin und Schleswig-Holstein zeigten auch eine unterdurchschnittliche relative Bruttowertschöpfung auf.

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Gut 25 Jahre später hat sich das relative Wertschöpfungsgefälle angeglichen – zwar rangieren weiterhin die ostdeutschen Bundesländer unter dem bundesweiten Durchschnitt, das Gefälle hat sich aber merklich abgeflacht. Zudem weichen mit Rheinland-Pfalz, Saarland und Niedersachsen auch mehr westdeutsche Länder negativ vom Gesamtdurchschnitt ab.

Gleichzeitig ist festzustellen, dass das Baugewerbe sich regional immer stärker konzentriert: die Abweichung zwischen dem Bundesland mit der größten Wertschöpfung pro Erwerbstätigen (Hamburg) zu dem mit der Geringsten (Thüringen) ist innerhalb der letzten 25 Jahre deutlich gestiegen.

Es bleibt festzuhalten, dass auch im 26. Jahr der Deutschen Einheit zwar Brücken gebaut werden, allerdings an einigen Orten mehr als an anderen.

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