Unsere Zahl des Monats 05/2019: Die Triangularität der weltweiten Exportflüsse

Die Dominanz der Industrieländer besteht fort

Der Welthandel hat seit dem zweiten Weltkrieg kontinuierlich zugelegt – gefördert durch die Reduktion von Handelsbarrieren, wie bspw. im Rahmen von GATT/WTO, der Integration Europas oder aufgrund der zahlreichen multi- und bilateralen Freihandelsabkommen weltweit. Für viele Volkswirtschaften wie bspw. Deutschland hat sich die Dynamik des Welthandels zu einem wichtigen Wachstumspfeiler entwickelt.

Die Teilnahme am Welthandel ist regional allerdings hoch konzentriert. Die untenstehende Grafik zeigt die Verteilung des Welthandels (ausgedrückt in Exportflüssen) für das Jahr 2015 zwischen Industrie, Schwellen- und Entwicklungsländern. Hierbei wird das Ungleichgewicht der Handelsbeziehungen deutlich: 50 % des Welthandels finden ausschließlich zwischen den Industrieländern statt. Gleichwohl dies im Vergleich zu 2005 eine Verringerung um zehn Prozentpunkte bedeutet, ist die Dominanz der Industrienationen im Welthandel nach wie vor hoch. Die schmale Basis des blauen Dreiecks verdeutlicht auch, dass der Export aus den Industrieländern in die Schwellen- und Entwicklungsländer gering ist.

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Schwellen- oder gar Entwicklungsländer tragen dagegen nur einen geringen Anteil zum Welthandel bei – im Jahr 2015 rund ein Drittel. Dabei wird auch weniger Intrahandel betrieben als vielmehr der Export in die industrialisierten Länder. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt wird deutlich, dass die Schwerpunkte auf Rohstoffen, Textilien und Bekleidung liegen. Wirtschaftszweige mit höheren Wertschöpfungsanteilen – wie z. B. die Pharma- oder Autoindustrie – werden dagegen noch intensiver von den Industrieländern dominiert.

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