Qualität statt Quantität – Schadholzeinschlag in Deutschland sinkt überproportional

Zahl des Monats 05/2026

29.04.2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Holzeinschlag in Deutschland im Jahr 2025 verglichen mit dem Vorjahr um 6,4 % auf nunmehr rund 57,3 Mio. m3 zurückgegangen. Damit setzt sich die seit 2022 zu beobachtende Entwicklung weiter fort. Unter Berücksichtigung, dass der Rückgang des Einschlags bedingt durch Waldschäden zuletzt überproportional ausfiel (rund 54 % gegenüber 2024), ergibt sich ein differenziertes Bild. So lag der um den Schadholzeinschlag bereinigte Einschlag mit rund 45 Mio. m3 im Jahr 2025 auf dem höchsten Niveau seit 2014. Hauptursächlich für den Rückgang des gesamten Schadholzeinschlags war der deutlich gesunkene Einschlag aufgrund von Insektenbefall – insbesondere durch den Borkenkäfer –, der von rund 17 Mio. m3 im Jahr 2024 auf etwa 8 Mio. m3 im Jahr 2025 zurückging. 


 

Für die Forstwirtschaft sind das positive Nachrichten, da der planbare Einschlag somit substanziell angestiegen ist, obwohl der Gesamteinschlag gesunken ist. Zwar sinkt das Holzangebot, was für verarbeitende Betriebe wie Sägewerke problematisch sein kann, jedoch ist die Gefahr von Überangeboten – sofern sich der Trend fortsetzt – geringer, was auch zu stabileren Preisen führen dürfte. 
 


 

Eine disaggregierte Betrachtung der um den Schadholzeinschlag bereinigten Werte nach Holzartengruppen zeigt zudem, dass insbesondere das für die Bauwirtschaft zentrale Fichtenholz im Jahr 2025 wieder starke Zuwächse verzeichnen konnte. Angesichts dessen, dass das holzbasierte Bauen in Deutschland kontinuierlich steigt, gewinnt auch die Versorgungssicherheit und Qualität des eingesetzten Bauholzes zunehmend an Relevanz.
 

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