Unsere Zahl des Monats 03/2018: Großhandelsumsätze steigen, aber nicht für alle Großhandelsgruppen

Im Jahr 2016 steigen die Großhandelsumsätze (Voranmeldungen) gegenüber dem Jahr 2015 insgesamt um 1,1 %. Nur der Großhandel mit Nahrungs-, Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern sowie der Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör tragen dazu bei.

Im Vergleich zum Jahr 2015 ist der Umsatz (Voranmeldungen) der Großhändler in Deutschland im Jahr 2016 um 1,1 % gestiegen und erreicht ein Niveau von 1.313 Milliarden Euro. Die Entwicklung in den Wirtschaftsgruppen ist allerdings sehr unterschiedlich.

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Den stärksten relativen Zuwachs verzeichnet der Großhandel mit Nahrungs-, Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (Wirtschaftszweig (WZ) 46.3) mit 4,6 %, gefolgt vom Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (WZ 46.4) mit 4,4 % und dem Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (WZ 46.6) mit 3,5 %. Sie profitieren von der guten wirtschaftlichen Lage verbunden mit der Kauflaune der Konsumenten sowie der erhöhten Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Schwergewichte im Großhandel sind der WZ 46.3 und WZ 46.4 mit 21 bzw. 25 % des gesamten Großhandelsumsatzes. Die beiden Großhandelsgruppen stützen daher maßgeblich das Umsatzwachstum.

Große Umsatzeinbußen zeigen sich beim Großhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt (WZ 46.9, ‑4,4 %), dem Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (-3,3 %) sowie dem sonstigen Großhandel (WZ 46.7, -2,7 %). Letzterer umfasst zu einem Großteil (ca. 36 %) den Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen. Hier zeigt sich auch der Einfluss der sinkenden Energiepreise. Der sonstige Großhandel nimmt mit knapp 30 % das größte Gewicht ein (gemessen am Umsatzanteil) und dämpft daher das Umsatzwachstum des Großhandels insgesamt.

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