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Energie- und Umweltökonomie, Klimapolitik

Die GWS mbH befasst sich mit vielfältigen Fragen aus dem Bereich der Energie- und Umweltökonomie sowie der Klimapolitik. Neben der grundlegenden Pflege und Weiterentwicklung der energie- und umweltökonomischen Modelllandschaft (PANTA RHEI, GINFORS, PANTA RHEI REGIO, e3.at) steht der Einsatz dieser Instrumente zur Analyse aktueller energie- und umweltökonomischer sowie klimapolitischer Fragestellungen. Hierzu zählen die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen höherer Energiepreise (Strompreise, Öl- und Gaspreise), die Effekte des Ausbaus Erneuerbarer Energien ebenso wie die Bewertung aktueller energie- und klimapolitischer Programme wie das Integrierten Energie- und Klimaprogramm oder das Europäische Klimapaket. Zukünftige Entwicklungen wie die Auswirkungen einer EU-weiten Energiesteuer und ihrer Verwendungsmöglichkeiten oder die Ausgestaltung der Verteilung von Emissionszertifikaten runden das Aufgabenspektrum ab.

Energie- und umweltökonomische Studien etwa zu den Kosten des Klimaschutzes basieren oftmals auf einzelwirtschaftlichen Analysen bestimmter Technologien. In diesem Analyserahmen lässt sich zeigen, durch welche technischen Optionen eine Minderung der Treibhausgas-Emissionen erreichbar ist oder wie die Grenzvermeidungskosten für verschiedene Sektoren verlaufen. Die bei der GWS vorgenommene Quantifizierung und Modellierung von Sekundäreffekten geht hierüber hinaus und bildet indirekte Wirkungen und Rückkopplungseffekte ab. Der Einsatz computergestützter Modelle ergänzt daher technologiebasierte Studien um zusätzliche gesamtwirtschaftliche Informationen.

Ein geschlossener Modellrahmen ist wichtig, weil nur so gewährleistet ist, dass gegenüber Partialanalysen alle Effekte einer Maßnahme oder eines Maßnahmenbündels erfasst werden. Üblicherweise wird in diesen Modellen die Szenariotechnik eingesetzt, bei der zwei Szenarien quantitativ beschrieben und verglichen werden: Ein Referenzszenario, das eine Entwicklung ohne die zu untersuchenden Maßnahmen beschreibt, und ein Politikszenario, das sich vom Referenzszenario durch diese Maßnahmen unterscheidet. Unterschiedliche Ergebnisse können dann auf die Einführung der Politikmaßnahme zurückgeführt werden. Die Differenzen in relativer oder absoluter Abweichung sind das wesentliche Ergebnis dieser Modellrechnungen.

Die umweltökonomischen Fragestellungen sind nicht auf den Energiebereich begrenzt. Auch beim Themenfeld "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" sowie bei der Flächeninanspruchnahme steht eine Gesellschaft, die sich auf das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet hat, vor Herausforderungen, die einer fundierten wissenschaftlichen Begleitung und Analyse bedürfen. Das Analyseinstrumentarium der GWS wurde in den letzten Jahren (und wird weiterhin) um die Systemzusammenhänge im Hinblick auf Materialeinsatz und Flächenverbrauch ergänzt bzw. weiterentwickelt.

Die Analysen können auf verschiedenen räumlichen Aggregationsebenen durchgeführt werden: neben einzelnen Länder auf der Grundlage von nationalen Modellen (Deutschland, Österreich), können Regionen innerhalb der Länder (für Deutschland teilweise bis auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte) in Bezug auf Auswirkungen von energie- und umweltpolitischen Maßnahmen untersucht werden. Das Modell GINFORS bietet schließlich die Möglichkeit entsprechender Analysen auf internationaler Ebene (z.B. EU, OECD oder G-20).

Forschungsteam:

Bernd Meyer
Christian Lutz
Ulrike Lehr
Marc Ingo Wolter
Martin Distelkamp
Philip Ulrich
Anett Großmann
Anne Nieters
 
       
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